Die Länder der Aznari

Von der Küste des Meeres der Träume erstrecken sich die Länder der Aznari bis zum schwarzen Gebirge, meist bedeckt von brütend heißem Regenwald. Große Teile des Binnenlandes sind komplett unzugänglich - riesige Sumpfflächen die in Mangrovenwald übergehen und nur von den entschlossendsten Entdeckern unter Strapazen durchquert werden können. Nur die breiten Flüsse bieten gute Tranportwege, und ganze Gilden von Aznari Flußschiffern transportieren Warenladungen auf diesem Weg. Der nördliche, höher gelegene Teil des Landes ist kühler und weniger sumpfig als der Süden, aber auf seine Art fast ebenso unzugänglich.

Aznari

Aznapam Die Regenwälder sind die Heimat vieler exotischer Tiere und Pflanzen, und daher sind die Handelsgüter der Aznari überwiegend Pelze, Dufthölzer und Essenzen, Gewürze und Farben die überall am Mittleren Meer hoch geschätzt werden. Der fruchtbare Boden, kombiniert mit dem feuchten und warmen Klima, erlaubt drei Ernten im Jahr, aber die meiste Nahrung die angebaut wird und von Jägern erlegt wird wird von der riesigen Bevölkerung selbst konsumiert.

Die meisten der größeren Städte wie Aznapam oder Xathapalpa sind an der Küste, aber manche Binnenstädte wie Loth oder Xototili sind nur unwesentlich kleiner. Generell sind die Städte der Aznari riesig - selbst eine kleine Stadt hat leicht die Bevölkerung einer Metropole am Mittleren Meer wie etwa Sabia, und Xathapalpa ist ohne Mühe eine der größten Städte der Welt. Die meisten Gebäude der Städte sind jedoch kleine Lehmhütten der einfachen Bevölkerung, und nur die Stadtzentren sind steinerne Monumentalbauten.

Vor Jahrhunderten waren die Aznaristämme gefürchtete Eroberer unter der Herrschaft des gottgleichen atzla-sapa die alle Länder jenseits ihrer angestammten Gebiete bis zum Schwarzen Gebirge unterwarfen. Die Kriegsgefangenen wurden dann zur Arbeit an den gigantischen Pyramiden die die Aznari zu Ehren ihrer Götter, Tecotecumo und Ishaishaol errichteten, und unzählige andere wurden in blutigen Zeremonien von den Priestern, den xaltoc geopfert. Doch mit den Jahren sind die Aznari friedlicher geworden, und heutzutage existiert kein Oberherrscher mehr der sie zu einer Eroberung rufen könnte - statt dessen wird jede Stadt von einem sapa beherrscht, und diese Zersplittering erlaubte es dem Eloranischen Reich die Länder der Aznari de facto zu unterwerfen und zu einem Protektorat zu machen. In Wahrheit beherrschen die Eloraner allerdings wenig mehr als die Küstenstädte, und wenige sind jemals so tief ins Landesinnere gereist daß sie Orte wie Govindur oder Annapur zu Gesicht bekommen hätten.

Dur nicht geringen Verwirrung der Eloraner verwenden die Aznari kein Geld. Statt dessen wird jeder Aznari zu gemeinschaftlichen Aufgaben herangezogen, etwa um Vorratshäuser zu füllen, und erhält dafür ocoli - kleine Steine. Diese stellen eine Berechtigung dar, Waren aus den Lagerhäusern zu nehmen, oder eine Mahlzeit oder einen Abend in der Taverne zu erhalten. Die Verwaltung die das alles möglich macht wird von den xaltoc übernommen, die den Informationsfluß kontrollieren - und damit die wirkliche Macht in Händen halten. Die Eloraner wiederum haben noch nicht völlig begriffen was wirklich das Potential einer Organisation ist die von heute auf morgen tausende von Arbeitern zum Straßenbau einteilen kann und sie ein paar Tage später wieder zur Jagd schicken kann.

Mehr als ein Geheimnis liegt in Kammern tief unter den Steinpyramiden verborgen, und nahe der Kliffs die den nördlichen Landesteil von südlichen trennen sind Ruinenstädte zu finden in denen fremde Götter verehrt wurden lange bevor die Aznaristämme das Land unterwarfen und unter die Herrschaft ihrer Zwillingsgötter stellten.


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