Das Hochland von Bhatar

Wie eine gigantische Barriere türmt sich das Hochland von Bhatar westlich der Küstenebenen von Erissa und trennt sie von der großen Wüste. All die Feuchtigkeit der Wind vom Meer der Stürme heranträgt bildet mächtige Wolkengürtel die sich an den Bergen stauen und über Erissa abregnen. Diese typische Wetterlage sorgt für das feuchte Klima in Erissa und schneereiche Winter im östlichen Teil der Berge. Im Gegensatz dazu sind die zentrale Hochebene und die westlichen Bergketten trocken und staubig - und daher nur spärlich bevölkert.

Bhatar

Die höchsten Gipfel des Hochlandes erreichen nahe bei Rihii knapp sechstausend Meter. Die zentrale Ebene des Hochlandes neigt sich von Norden nach Süden - während die Stadt Bhatar auf einer Höhe von etwa dreieinhalbtausend Metern über der Wüste liegt, ist die Höhe des Plateaus bei Sammtho wo sich die großen Wasserfälle die fast das ganze Schmelzwasser des Hochlands führen in die Tiefe ergießen etwa noch tausend Meter.

Trotz der isolierten Lage reist ein steter Strom von Waren und Händlern durch das Hochland, denn die östliche Karawanenroute verläuft direkt durch Bhatar. Sie erklimmt das Hochplateau im Norden, erreicht dann den Bhatavinan-Strom nahe bei Lheris und folgt ihm bis hinunter nach Sammtho wo sie nach Erissa hinunterführt. Die Händler bringen selten die Kamele die für den Abschnitt durch die Wüste verwendet werden ins Hochland, statt dessen werden die Waren normalerweise auf Maultiere oder Yaks umgelanden oder mit Booten über den Strom transportiert.

Während Bhatar zweifellos vom Handel profitiert, verfügt das Land selbst nur über wenig eigenen Reichtum - nahe bei Thep wird ein wenig Bergbau betrieben, das Schwemmland bei Rihii erlaubt ein wenig Ackerbau, aber ansonsten ernähren sich viele Bhatari's von Yak und Ziegenherden die über die trockenen Ebenen ziehen.

Nach blutigen Vereinigungskriegen die schon hunderte von Jahren in der Vergangenheit liegen ist Bhatar heute eine Theokratie die nominell von einem Gottkönig regiert wird - der jedoch selten in der Öffentlichkeit zu sehen ist. Die tatsächliche Macht ist wo anders zu finden. Wo genau, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Während zum Beispiel Rihii von der Priesterschaft regiert wird, ist Sammtho eine recht weltliche Stadt in der ein Gouverneur und ein Stadtrat sich die Macht teilen. Im Gegensatz dazu wird Thep de facto vom Rat der Bergwerksbesitzer regiert. Wegen seiner Unzugänglichkeit muß Bhatar keine Invasion fürchten, und so existiert keine stehende Armee, nur einige Kompanien von Tempelwachen oder Stadtwachen.


Back to main index     Back to world map

Created by Thorsten Renk 2016 - see the disclaimer and contact information.