Das Eloranische Reich

An der trockenen und staubigen Nordküste des Südkontinents gelegen hat es das Eloranische Reich geschafft zur dominierenden Macht des Mittleren Meeres aufzusteigen - allenfalls noch von den Stadtstaaten herausgefordert. Das Reich hat wenige eigene Rohstoffe zur Verfügung - was an Ackerbau möglich ist konzentriert sich um die wenigen Flüsse, denn Bewässerung ist ein Muß im trockenen Halbwüstenklima, und der Ertrag reicht dennoch kaum um die Bevölkerung zu ernähren. Die trockenen Binnensteppen bieten wenig mehr als karge Weiden für Ziegen und manchmal Pferde, und oft nicht einmal das. Handel ist und war das Lebenselixier der Eloraner, und es ist bestimmt kein Zufall daß sowohl die östliche und die westliche Karawanenroute in eloranischen Städten ihren Anfang nehmen.

Eloran Empire

Fast überall außer im Osten sind die Grenzen des Reiches durch niedrige aber unwegsame Bergketten definiert. Nur ein einziger großer Fluß durchzieht das Land und sorgt für einen fruchtbaren Streifen um die Hauptstadt, Elora und die gröste Hafenstadt, Sabia. Der Rest des Binnenlandes ist trocken, Steppe um Haib und Yannut, oder Sandwüste um Jander, und typischerweise bestimmt das Vorhandensein von Wasserstellen wo kleine Gehöfte das Land urbar machen. Nur in den fruchtbaren Teilen des Landes nahe bei Lathion und Nornion gibt es große Landgüter die oft im Besitz der Adeligen des Reiches sind.

Das heutige Reich ist das Ergebnis der Vereinigung dreier ehemaliger Provinzen des Arianischen Reiches. Nach dem Arianischen Rückzug existierten sie zunächst als unabhängige Nationen, bedroht durch Einfälle aus dem benachbarten Qatar, aber nach einem halben Jahrhundert blutiger Vereinigungskriege entstand das Reich in seiner heutigen Form unter der Herrschaft eines Imperators. Offiziell haben die Titel der alten Adelsfamilien seitdem keine Bedeutung mehr, aber in Wirklichkeit passiert es oft daß es die Adeligen sind die in hohe Ämter in der Verwaltung eingesetzt werden. Trotzdem ist das Reich zu einem ungewöhnlichen Grad eine Meritokratie in der ein fähiger Verwalter hoch aufsteigen kann, egal in welche Position er geboren ist. Besonders gilt das in den Eloranischen Legionen, in der die Fähigkeit im Kampf zu führen praktisch das einzige Kriterium für eine Beförderung ist.

Der Reichtum der Eloraner ist ungleich verteilt - das meiste ist im Besitz der Großhändlerfamilien, ein guter Teil findet auch zu Handwerksmeistern und Künstlern, aber wenig erreicht das einfache Volk. Trotzdem ist das Leben im Reich für die meisten gut zu ertragen - das unparteiische imperiale Gerichtssystem und eine faire Verwaltung ist der Willkürherrschaft der die Bevölkerung in vielen anderen Nationen ausgesetzt ist durchaus vorzuziehen.

Man findet Eloraner fast überall in der Welt - meistens an den Küsten des Mittleren Meeres, aber auch in den Ländern der Aznari, die inzwischen zu einem eloranischen Protektorat erklärt wurden. Die Kriegsflotte ist fast ständig im Einsatz um die Handelsinteressen des Reiches zu verteidigen, und Zusammenstöße mit anderen Nationen, vor allem der Seemacht Harantish, sind alles andere als selten. Der Nebeneffekt ist, daß die Küste praktisch frei von Piraten ist - das Netz der Patroullien ist so dicht, daß es praktisch keinen Unterschlupf für Freibeuter gibt.

Als ein Volk mit beiden Füßen fest auf der Erde haben die Eloraner im Allgemeinen wenig Interesse an Magie, oder Beschäftigungen wie Alchemie die in den Stadtstaaten so hoch geschätzt werden. Aber das bedeutet nicht daß es nicht Geschichten von lang vergessener Magie und uralten Tempeln gibt die manchmal aus dem Sand der Großen Wüste im Süden auftauchen.


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