Moih

Ähnlich wie der nördliche Nachbar Erissa liegt auch Moih in den wasserreichen und fruchtbaren Küstenebenen zwischen dem Hochland von Bhatar und dem Meer der Stürme. Gesegnet mit warmem tropischem Klima und zusätzlich noch mit reichen Silbervorkommen im Süden bei Virath sollte man denken daß Moih sich allgemeinen Wohlstands erfreut - doch in Wirklichkeit ähnelt das Land eher einem zerfallenden Staat.

Das Königreich wird mehr schlecht als recht von der Hauptstadt aus zusammengehalten wo eine Dynastie einer anderen ethnischen Gruppe Über der einheimischen Bevölkerung, den Motemba, thront und ihre alten Bräuche verachtet. In anderen Städten außerhalb des Einflusses des Königshauses wird die Macht von örtlichen Prinzen, Adeligen und Stammesfürsten. Die ehemals ruhmreiche Stadt Hanassar ist inzwischen in die Hände von fünf Kriegsherren gefallen und dient Piraten und Schmugglern als Hafen. Aus diesem Grund ist der Seehandel mit Moih fast völlig zum Erliegen gekommen - was nur zu noch mehr Unzufriedenheit mit dem Königshaus geführt hat. Die Abtrünnigen scharen sich inzwischen um die Hügelfestung Morunga im Binnenland, die alte Haputstadt der Region bevor die Königsfamilie Moih eroberte.

Der größte Teil von Moih ist von dichtem, tropischem Regenwald bedeckt, und dort ist ein riesiger Reichtum an Tieren und Pflanzen zu finden - viele der Handelsgüter die Moih zu bieten hat sind daher Drogen, Farbstoffe, Gewürze, Duftessenzen und edle H¨lzer. Nahe bei Dugru gibt es Farnwälder die sonst nirgends in der Welt zu finden sind. Südlich davon liegt der See Nunurta, in den mehrere wasserreiche Flüsse münden, der aber keinen Ausfluß zu haben scheint - was mit dem Wasser geschieht ist ein Rätsel. Ackerbau in Moih wird hauptsächlich im nördlichen Teil betrieben, in den offenen Ebenen bei Ruanna und Iscah, wo ein anderer Menschenschlag lebt der eher den Erissern als den Motemba im Süden ähnelt.

Zwischen Hanassar und Moih liegen an der Küste die Klippen von Utuna, wo alte Geschichten die Heimat der Magierin Nunara verorten, bevor sie vom Meer verschlungen wurde. Ob diese Geschichten einen wahren Kern haben oder nicht - die Region ist noch immer ein Labyrinth aus Riffen, Untiefen und Felsen und unberechenbaren Strömungen und muß von Schiffen weiträumig umfahren werden. Es wird geredet daß dort immer noch machtvolle Magie zu finden ist, und manche haben seltsame Lichterscheinungen über dem Wasser beobachten können.

Moih


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